Vermögensverwaltungen

Mehr Informationen über die Vermögensverwaltungen

Zusammenfassung

Anlagehorizont langfristig
Mindestanlagedauer (Empfehlung) 8 Jahre
Ertragschancen je nach Risikobereitschaft gering bis hoch
Sicherheit je nach Art der Vermögensverwaltung geringe, mittlere oder hohe Risiken
Liquidität Verkaufsmöglichkeiten vorhanden, aber Kursverluste möglich
Kosten Verwaltungsgebühren
Besonderheiten Zum Teil hohe Mindestanlagen
Fazit Geeignet, wenn man das Geld einem Experten anvertrauen möchte

Details

Charakeristika

Für sich selbst anzulegen und vorzusorgen kann kompliziert sein: Das Produktangebot für Kapitalanleger ist unübersichtlich und mit Risiken verbunden. Die Verwaltung und Kontrolle der eigenen Finanzen erfordert zudem viel Zeit und ein umfangreiches Fachwissen.

Sinn und Zweck einer Vermögensverwaltung ist ein 'Rund-um-Sorglos-Paket'. Der Kunde muß nicht entscheiden, wann oder welche Wertpapiere ge- oder verkauft werden sollen. Das nimmt ihm der Vermögensverwalter ab. Zudem wird die Entwicklung seines Depots laufend überwacht und der Kunde erhält hierüber regelmäßig ausführliche Informationen (Reporting). Somit ist die Vermögensverwaltung grundsätzlich mehr als nur bloße Geldanlage, auch wenn für die meisten Anleger natürlich die systematische Rendite-Erzielung im Vordergrund steht.

Zu Beginn der Vermögensverwaltung werden die finanziellen Ziele und das Risikoprofil des Kunden bestimmt, daraus abgeleitet die zukünftige Anlagestrategie definiert und in Anlagerichtlinien fixiert. Die Anlagerichtlinien liefern dem Vermögensverwalter den Rahmen, innerhalb dessen er im Kundeninteresse Anlageentscheidungen selbständig treffen darf. Vergütet wird der Vermögensverwalter über ein transparentes Honorar.

Vermögensverwaltung wird von Banken und bankunabhängigen Finanzinstituten angeboten. Alle unterliegen staatlicher Aufsicht durch das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen und der Deutschen Bundesbank, was eine ordnungsgemäße Abwicklung im Kundensinne gewährleistet.

Arten von Vermögensverwaltungen

Je nach Risikobereitschaft gibt es diese Arten von Vermögensverwaltungen:

a) konservative Vermögensverwaltungen

Konservative Vermögensverwaltungen versuchen über konservative Anlagen wie z.B. Geldmarktpapiere und Anleihen mit geringen Restlaufzeiten moderate Erträge bei geringen Kursschwankungen zu erreichen.

b) ausgeglichene Vermögensverwaltungen

Vermögensverwaltungen, welche ausgeglichen sind, haben oft einen Anteil ca. von 50 % Aktien und 50 % Anleihen im Depot. Das bedeutet, dass die Vermögensverwaltung in guten Aktienphasen nicht zu den Top-Performern gehören wird. Dafür sind die Verluste in Phasen fallender Aktien geringer als bei Vermögensverwaltungsen mit hohen Aktienanteil.

c) aktienorientierte oder wachstumsorientierte Vermögensverwaltungen

Als dritte Art von Vermögensverwaltungen gibt es die aktienorientierten Varianten. Kennzeichnend für diese ist ein hoher durchschnittlicher Anteil von Aktien und Aktienfonds in ihrem Depot. Diese riskanteren Positionen nehmen meistens ca. 60 % bis 90 % des Vermögens an.

d) Flexible oder dynamische Vermögensverwaltungen

Wenn der Anteil von Aktien und riskanteren Positionen im Fonds nicht festgelegt ist, spricht man von einem flexiblen Vermögensverwaltungen. Die Aufteilung auf die Anlageklassen ist also sehr dynamisch und kann sich damit an die aktuelle Lage an den globalen Märkten anpassen.

Vorteile

  • Streuung auf verschiedene Anlageklassen senkt das Verlustrisiko
  • je nach Risikobereitschaft stehen konservative, ausgeglichene und aktienorientierte Anlagen zur Verfügung
  • Betreuuung des Vermögens durch einen Experten

Nachteile

  • höhere Kosten als Investmentfonds
  • Bei den wachstumsorientierten Varianten ist für die höhere Chance auf eine Wertentwicklung auch mit kurzfristigen Wertverlusten zu rechnen
  • Zum Teil hohe Mindestanlagen
Flyer des Verbandes 'Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V.'

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