Immobilienfonds

Mehr Informationen über die Immobilienfonds

Zusammenfassung

Anlagehorizont Mittel- bis Langfristig
Mindestanlagedauer (Empfehlung) 5 Jahre
Ertragschancen Mittel
Sicherheit Verlustrisiko vorhanden
Liquidität Mittel. Seit Juli 2013 einjährige Kündigungsfrist. Neue Anlager haben zusätzlich 2 Jahre Mindest-Haltedauer.
Kosten Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr
Besonderheiten Immobilien sind Sachanlagen und daher guter Schutz gegen Inflation.
Fazit Offene Immobilienfonds eignen sich gut zur Diversifizierung des Depots. Allerdings sollte der Anteil gering sein, da Risiken bestehen.

Details

Als Alternative zum Kauf einer Immobilie können Anleger Anteilsscheine an Immobilienfonds erwerben. Die Immobilienfonds kaufen Gewerbeobjekte wie zum Beispiel Bürohäuser, Shoppingcenter und Hotels oder auch Mietshäuser. Der Anleger wird somit Miteigentümer von mehreren Immobilien. Er profitiert von Mieteinnahmen und einer eventuellen Differenz von Kauf- und Verkaufserlös von Immobilien. Zudem wird ein Teil des Vermögens in Zinspapieren gehalten, damit Anleger ausgezahlt werden können, die Anteilsscheine zurückgeben.

Bei offenen Immobilienfonds können Anteilsscheine theoretisch jederzeit gekauft und verkauft werden. In der Finanzkrise 2008 jedoch waren Immobilienfonds stark betroffen. Die Fonds hatten nicht genügend Geld flüssig, um die Anleger auszuzahlen, die Ihre Anteilsscheine zurückgeben wollten. In der Folge wurden einige offene Immobilienfonds geschlossen. Das heißt, dass die Rücknahme von Anteilsscheinen ausgesetzt wurde und Anleger nicht mehr über ihr Geld verfügen konnten. Im Rahmen der anschließenden Abwicklung mussten bzw. müssen viele Anleger nicht nur lange auf die Auszahlung von Geldern warten, sondern auch hohe Verluste hinnehmen. Später urteilte der Bundesgerichtshof, dass Anleger vor der Anlageentscheidung ungefragt über das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahme informiert werden müssen (diese Aufklärungspflicht bestehe zukünftig und habe auch immer schon bestanden).

Seit Juli 2013 gelten beim Kauf neuer Anteile veränderte Regeln für die Rückgabe. Ab dem 22.07.2013 haben Anleger eine einjährige Kündigungsfrist. Der Anleger bekommt dann den Termin für den Verkauf mitgeteilt. Von Nachteil ist, dass der Preis noch nicht feststeht. Als zweite Regelung müssen neue Fondsbesitzer ihre Anteile mindestens 2 Jahre halten.

Der Vorteil von offenen Immobilienfonds ist, dass Anleger schon geringe Beträge in das sogenannte Betongold investieren können. Immobilien eignen sich gut, um ein Depot aus Zinsanlagen und Aktien zu ergänzen und dadurch zu diversifizieren. Zudem stellen Immobilien Sachwerte dar, die von Inflation schützen können.

Anfallende Kosten bei offenen Immobilienfonds sind der einmalige Ausgabeaufschlag (ca. 5% des Anlagebetrags), die jährliche Verwaltungsgebühr (ca. 1%) und eine jährliche Depotbankgebühr (ca. 0,05%).

Geschlossene Immobilienfonds sind als deutlich riskanter einzuschätzen. In diesen wird das Anlagevermögen oft in nur wenige Objekte investiert. Es besteht zudem nicht nur eine lange Mindestlaufzeit, sondern auch Nachschusspflichten sind möglich.

Fazit:
Offene Immobilienfonds eignen sich gut zur Diversifizierung des Portfolios. Allerdings sollte der Anteil gering sein, da Risiken bestehen.

Ähnliche Anlageformen

Immobilien-Dachfonds