Bausparen

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Zusammenfassung

Anlagehorizont mittel- bis langfristig
Mindestanlagedauer (Empfehlung) 5 Jahre
Ertragschancen gering bis mittel. Mit staatlichen Zulagen attraktiver.
Sicherheit hoch
Liquidität Kündigung möglich
Kosten Abschlußgebühr und manchmal Kontogebühr
Besonderheiten
Fazit Geeignet für Anleger, welche sich vorstellen, später eine Immobilien zu bauen oder zu kaufen

Details

Bausparverträge können bei einer Bausparkasse abgeschlossen werden. Sie sind ein beliebtes Instrument zur Immobilienfinanzierung. Sie können aber auch abgeschlossen werden, ohne dass der Betrag später für Immobilien verwendet wird. Bausparverträge können staatlich subventioniert werden, wenn sie Riester Verträge sind oder Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage oder Wohnungsbauprämie besteht.

Phasen des Bausparvertrages

Das Bausparen untergliedert sich in die drei Phasen Sparphase, Zuteilung und Darlehensphase. In der Sparphase wird das Geld zu einem vorher festgelegten Guthabenzinssatz (zur Zeit 0,25 bis 1,5%) angespart. Die Zahlungsweise (z.B. monatlich) und Höhe hängt vom Sparer ab. Die Zuteilung ist die Freigabe der Bausparsumme von Seiten der Bausparkasse. Sie erfolgt, wenn ein Mindestguthaben (meist 40 bis 50% der Bausparsumme) oder die Mindestsparzeit erreicht ist. In der anschließenden Darlehensphase wird dem Sparer ein Bauspardarlehen in Höhe der Differenz von Bausparsumme und dem bereits angespartem Guthaben gewährt. Für dieses wir der bei Vertragsabschluss vereinbarte Darlehenszins (zur Zeit 2,15 bis 4,75%) gezahlt, der unabhängig von den aktuellen Geldmarktzinsen ist. Zusammengefasst werden bei Vertragsabschluss Sparzins, Darlehenszins, die Ansparzeit, die Tilgungszeit, eine eventuelle Mindestvertragsdauer, das Mindestguthaben bei Zuteilung, die Regelspar- und Tilgungsbeiträge und die Abschlussgebühr festgelegt.

Sicherheit

Diese Anlageform gilt als sehr sicher, da Bausparen feste gesetzliche Rahmenbedingungen hat und das Bankinstitut das Geld nicht in riskante Finanzgeschäfte stecken darf. Nach 7 Jahren kann es einen Bonuszins geben, wenn man auf den Kredit (Darlehensphase) verzichtet. Somit können 4% Rendite erreicht werden.

Kosten und Gebühren

Bei Bausparverträgen ist zu beachten, dass zu Beginn eine Abschlussgebühr in Höhe von 1 bis 1,6 % anfällt. Diese deckt die Verwaltungs- und Vertriebskosten der Bank. Zudem verlangen manche Banken eine Gebühr für die Kontoführung. Diese hat der Bundesgerichtshof allerdings für unwirksam erklärt (Az. XI ZR 388/10).

Staatliche Fördermöglichkeiten

Unter bestimmten Bedingungen sind Steuervorteile oder staatliche Zulagen möglich. Unter 25 Jährige können eine Wohnungsbauprämie kassieren, wenn Ihr Jahreseinkommen weniger als 26.500 Euro beträgt. Nach 7 Jahren können sie die Bausparsumme inklusive staatlicher Förderung verwenden. Diese Prämie beträgt 8,8 Prozent der Aufwendungen für den laufenden Bausparvertrag, maximal jedoch 45,06 Euro.

Vermögenswirksame Leistungen und Riester

Falls vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber in den Bausparvertrag fließen, wird eine Arbeitnehmersparzulage von bis zu 43 Euro pro Jahr vom Staat gewährt. Lohnen kann sich auch die Eigenheimrente, auch 'Wohnriester' genannt. Wenn die strikten Bedingungen eingehalten werden, wird eine staatliche Förderung gewährt. Zudem können in diesem Fall die Beträge steuerlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Details zur Riester-Förderung

Fazit

Zusammengefasst kann ein Bausparvertrag sinnvoll sein, wenn tatsächlich ein Haus gekauft oder modernisiert werden soll, da man von einem niedrigem Darlehenszins profitiert. Als Kapitalanlage kann sich ein Bausparvertrag dann lohnen, wenn man von staatlichen Subventionen profitiert.

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