Aktienfonds

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Zusammenfassung

Anlagehorizont Langfristig
Mindestanlagedauer (Empfehlung) 10 Jahre
Ertragschancen Hoch
Sicherheit Hohes Verlustrisiko, da Aktienkurse stark schwanken können. Totalverlust theoretisch möglich.
Liquidität Hoch. Verkauf jederzeit zum aktuellen Marktpreis möglich.
Kosten Ausgabeaufschlag (ca. 5%) und Verwaltungsgebühr (ca. 2%). Bei Onlinebanken oder beim Kauf über die Börse nur kleiner Ausgabeaufschlag. Aktiv gemanagte Fonds haben höhere Gebühren als passiv gemanagte Fonds (ETFs)
Besonderheiten Kann als Inflationsschutz dienen
Fazit Profitiert von geringen Kapitalmarktzinsen und lockerer Geldpolitik. Zur Zeit eine der wenigen Anlageformen, bei der hohe Renditen möglich sind - mit entsprechendem Risiko.

Details

Aktienfonds sind Investmentfonds, die ausschließlich oder zum überwiegenden Teil aus Aktien bestehen. Ein Investmentfonds wird von einem Fondmanager gemanagt und meistens von Banken oder Versicherungen ausgegeben. Dafür fällt eine jährliche Gebühr von ca. 2% der investierten Summe an, welche von dem Gewinn abgezogen wird. Zudem fällt beim Erwerb vieler Aktienfonds eine einmalige Gebühr von ca. 5 % des investierten Kapitals an (Ausgabeaufschlag). Diese erkennt man an der Differenz von Ausgabepreis und Rücknahmepreis des Fonds.

Der Fondmanager trifft die Anlageentscheidung entsprechend einem Thema. Er kann in Aktien bestimmter geografischer oder wirtschaftlicher Bereiche (Branchenfonds) anlegen. Auch die Abbildung eines Index ist möglich (passiv gemanagter Fond, ETF). Die Performance eines aktiv gemanagten Fonds erkennt man im Vergleich zu einem entsprechenden Index, welcher die Entwicklung vergleichbarer Aktien darstellt. Wenn das Thema beispielsweise große Unternehmen (Blue Chips) aus Deutschland sind, dann wird die Wertentwicklung des Fonds mit der des DAX verglichen. Dieser stieg in den 10 Jahren von 2003 bis 2013 jährlich um 7,2 Prozent (Quelle: Deutsches Aktieninstitut e. V. 2013)

Die Anlagestrategie kann risikoorientiert oder wachstumsorientiert sein. Bei der risikoorientierten Strategie wird in Aktien meist großer Unternehmen investiert, die stabile Erträge erwirtschaften und geringeren Risiken ausgesetzt sind. Im Gegensatz dazu wird das Geld bei einer wachstumsorientierten Strategie in Unternehmen investiert, die ein großes Renditepotential haben, aber auch höhere Risiken aufweisen. Je spezialisierter ein Fond ist, desto höher ist das Risiko. So haben Branchenfonds oder Schwellenländerfonds ein deutlich höheres Risiko als Indexfonds. Die Volatilität eines Fonds stellt die Schwankungsintensität dar und ermöglicht somit auch Aussagen über das Risiko.

Das Fondsvolumen sollte nicht zu klein sein, damit er sinnvoll gemanagt werden kann und nicht zu groß, wenn er einen Vergleichsindex schlagen soll. Es ist zu beachten, dass die Anleger auch einem Währungsrisiko ausgesetzt sein können, wenn Aktien in fremder Währung gekauft werden. Für risikoscheue Anleger existieren Garantiefonds, die einen Rückkaufswert zu einem bestimmten Zeitpunkt garantieren. Neben offenen Fonds, die jederzeit gehandelt werden können, gibt es auch geschlossene Fonds. Diese werden erst nach Ende eines vorher festgelegten Anlagezeitraums (5-25 Jahre) wieder ausbezahlt und sind deshalb risikoreicher.

Aktienfonds sind empfehlenswert für Anleger, die ihr Geld langfristig anlegen möchten und das Risiko von Kursschwankungen eingehen können und wollen. Für diese Risikobereitschaft wird der Anleger mit einer höheren zu erwartenden Rendite belohnt. Aktienfonds profitieren von geringen Kapitalmarktzinsen und lockerer Geldpolitik. Sie stellen Sachwerte dar und schützen folglich vor Inflation. Zur Zeit sind Aktienfonds eine der wenigen Anlageformen, in der hohe Renditen möglich sind - mit entsprechendem Risiko.

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