Aktien

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Zusammenfassung

Anlagehorizont Langfristig
Mindestanlagedauer (Empfehlung) 10 Jahre
Ertragschancen Sehr hoch. Überdurchschnittliche Renditen.
Sicherheit Sehr gering. Sehr hohe Schwankungsintensität. Totalverlust möglich.
Liquidität Sehr hoch (solange es sich um große Unternehmen handelt)
Kosten Bei Kauf und Verkauf fallen Ordergebühren an (ab 5 € + 0,35%)
Besonderheiten Kann als Inflationsschutz dienen.
Fazit Gut für langfrisig orientierte Anleger, die sich gut auskennen und Risiken eingehen können. Aktienfonds sind eine gute Alternative.

Details

Aktien sind Anteilsscheine an einem Unternehmen. Der Aktionär (Besitzer einer Aktie) erhält eine jährliche Beteiligung am Gewinn der Firma (Dividende). Die Rendite einer Investition in Aktien hängt von der Höhe der Dividende und dem Kursgewinn bzw. Kursverlust (Verkaufspreis minus Kaufpreis) der Aktie ab. Ihr Preis verändert sich entsprechend Angebot (Menschen, die ihre Aktien verkaufen wollen) und Nachfrage (Menschen, die Aktien kaufen wollen). Wenn sich zum Beispiel die Umsätze besser als erwartet entwickeln, steigt der zu erwartende Gewinn, so dass in der Regel der Aktienkurs steigt. Die Veränderung des Aktienpreises kann jedoch viele Ursachen haben. So wirken sich zum Beispiel auch Erwartungen, ängste und die Menge der zur Verfügung stehender Geldmittel auf die Höhe des Aktienkurses aus.

Die Rechtsform einer Aktiengesellschaft ist die AG oder in selteneren Fällen die KGaA. Aktien können an der Börse oder außerbörslich gehandelt werden. Die Kursentwicklung mehrerer Unternehmen kann durch einen Aktienindex widergegeben werden. Der wichtigste deutsche Aktienindex DAX gibt die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten Unternehmen wider, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Aktien können in Stammaktien und Vorzugsaktien unterteilt werden. Der Käufer einer Stammaktie hat Stimmrecht auf der jährlichen Aktionärsversammlung (Hauptversammlung). Der Inhaber einer Vorzugsaktie hat kein Stimmrecht, bekommt aber eine höhere Dividende.

Langfristig weisen Aktien höhere Renditen als festverzinsliche Anlagen wie zum Beispiel Anleihen auf. Auch hier gilt die Regel, dass eine höhere Rendite mit einem höheren Risiko einhergeht. Eine Aktiengesellschaft haftet mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen, somit haftet ein Aktionär mit seinen Einlagen. Ist ein Unternehmen insolvent (zahlungsunfähig), wird zuerst das geliehene Geld (Fremdkapital wie zum Beispiel Anleihen) zurückgezahlt. Sind die Fremdkapitalgeber ausbezahlt, wird das übrige Geld unter den Aktienbesitzern (Eigenkapitalgebern) aufgeteilt. Das heißt im schlimmsten möglichen Fall verliert der Anleger sein gesamtes investiertes Kapital.

Da Aktienkurse stark schwanken können, ist diese Anlageform nur für langfristig orientierte Anleger empfehlenswert, die das Risiko eines Verlustes von investiertem Kapital eingehen können und wollen. Im Gegenzug haben sie die Chance, höhere Renditen zu erzielen. Zudem sind Aktien Sachwerte, die den Anleger vor Entwertung des Geldes durch Inflation bewahren.

Um das Risiko zu verringern, sollte das zu investierende Kapital auf Aktien unterschiedlicher Unternehmen aufgeteilt werden (Diversifikation). Hierfür bietet sich die Investition in Aktienfonds an. Diese bestehen a us einer Kombination verschiedener Aktien, wodurch attraktive Renditen zu einem geringeren Risiko erreicht werden. Dafür fällt eine geringe Gebühr für das Management des Fonds an, die von dem Gewinn abgezogen wird.

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